

Die letzten Wochen des alten Jahres werden besonders in den Medien genutzt, um das ausklingende Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen. Auch das Jugend- und Bürgerzentrum auf der Karthause, welches vor zweieinhalb Jahren den Betrieb aufgenommen hat, blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2010.
Frei-Räume für Jugendliche
Der offene Treff des JuBüZ, der allen Jugendlichen ab 8 Jahren an drei verschiedenen Tagen in der Woche zur Verfügung steht, wurde im Jahre 2010 stärker besucht, als in den Jahren zuvor. Rund 34 Besucher zählte das JuBüZ im Schnitt an den Öffnungstagen.
Neben den wöchentlichen Öffnungstagen veranstaltete das JuBüZ vielfältige Veranstaltungen für Jugendliche. Publikumsmagnet war auch im Jahre 2010 wieder die halbjährlich stattfindende Teenie-Disco mit 120 Kids im Alter von 11 – 15 Jahre. Aber auch die Premierenveranstaltung Happy Holiday & Fußball für alle Jugendlichen ab 16 Jahre war ein voller Erfolg. Der wöchentliche Treff für Mädchen zählt mittlerweile eine Stammbesucherzahl von über 20 Mädchen. In den Schulferien war das JuBüZ durchgehend geöffnet und sowohl Mädchen- als auch Jungentage begeisterten viele BesucherInnen. Die Fußball WM wurde im Jugend- und Bürgerzentrum ebenso gefeiert, wie das Halloweenfest.
Ein besonderes Gruppenangebot stellt die „Theater, Film und mehr AG“ der Realschule plus auf der Karthause dar. Hier erlernen 15 Mädchen und Jungen der RSK im Jugend- und Bürgerzentrum durch erlebnis- und theaterpädagogische Methoden einen sozialen Umgang miteinander.
Alle Angebote des JuBüZ bauen auf einer Freiwilligkeit der jungen Besucherinnen und Besucher auf. Somit besuchen nicht alle jugendlichen Karthäuser den Jugendbereich in der Potsdamer Str. 4, denn das JuBüZ stellt für Jugendliche eine Möglichkeit unter vielen dar, Freizeit zu gestalten. Frei-Räume für Jugendliche innerhalb und außerhalb des Hauses weiterhin zu schaffen, ist ein Anliegen des Teams vom Jugend- und Bürgerzentrum für das Jahr 2011.
Bürgerangebote im Stadtteil
Der Bürgerbereich des Jugend- und Bürgerzentrums besteht aus verschiedenen Gruppenangeboten. Es ist dem JuBüZ in den vergangenen Monaten gelungen eine Stammbesuchergruppe von Erwachsenen und Senioren für die vielfältigen Aktivitäten des Bürgerbereichs zu begeistern.
In 2010 startete erfolgreich das monatliche Elternfrühstück in Kooperation mit Atelier mobil e.V. Das Elternfrühstück richtet sich an interessierte Eltern, die sich gemeinsam in lockerer Atmosphäre über unterschiedliche Themen rund um die Kindererziehung austauschen möchten. Das wöchentliche Erzählcafe und der 14-tägige Spieletreff wird von einer Stammbesuchergruppe von 20 Erwachsenen und Senioren besucht und ist als fest etabliertes Programm nicht mehr wegzudenken. Das Stadtteilfrühstück lockt mit seinen immer wieder neuen Themen rund 40 – 50 Besucher pro Monat ins JuBüZ.
Der Seniorenkarneval in Zusammenarbeit mit der Awo Karthause begeisterte 2010 über 100 Menschen und der Seniorensicherheitsnachmittag in Kooperation mit der Polizei, der Initative Sicherhheit in unserer Stadt und dem Seniorensicherheitstrainer Herrn Schwarting informierte auch in diesem Jahr wieder umfangreich zum Thema „Sicher leben auf der Karthause“.
Die Bürgerangebote des Jugend- und Bürgerzentrums erfreuen sich großer Beliebtheit und die Nachfrage nach weiteren Freizeitangeboten seitens der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil bleibt unverändert hoch. Aus vielen gedanklichen Anfängen entwickeln sich weitere Ideen und Freizeitaktivitäten, die das JuBüZ-Team auch in 2011 umsetzen und durchführen möchte.
Dialog der Generationen
Der generationenübergreifende Charakter des JuBüZ in seinen Angeboten trägt maßgeblich dazu bei einen Dialog zwischen den Generationen auf der Karthause zu fördern und generationsbedingte Vorurteile auf allen Seiten abzubauen. Besonders im Jahre 2010 fanden Veranstaltungen für jüngere und ältere Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils statt.
Das Karthäuser Forum im Frühjahr 2010 bot vielen Menschen die Möglichkeit ihre Anliegen und Themen zum Leben auf der Karthause öffentlich zu äußern. Diese Veranstaltung nutzten vor allem Erwachsene. Ziel, aus Sicht des JuBüZ-Teams ist es, das Karthäuser Forum auch für Kinder und Jugendliche als Meinungsplattform attraktiver zu gestalten, um somit dem Umstand entgegen zu wirken, dass Menschen über Menschen sprechen und nicht miteinander.
Im Juni 2010 feierte die generationsübergreifende Stadtteiltheatergruppe des JuBüZ mit dem Stück „Bitte nicht berühren“ vor 130 Zuschauern einen großen Erfolg.
Weitere Highlights des Jahres waren das gelungene Stadtteilfest in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Vereinen, Verbänden und Privatpersonen und die JuBüZ Kulturtage, an denen sich viele jüngere und ältere Menschen in den musisch-kulturellen Workshops beteiligten. Besonders das Adventskranz basteln am Ende des Jahres 2010 zeigt, dass die verbindenden Angebote des Jugend- und Bürgerzentrums für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen attraktiv sind. Auch für 2011 gilt es diesen Dialog über Altersgrenzen hinweg zu ermöglichen und auszubauen.
Feste & Feiern
Der Saal des Jugend- und Bürgerzentrums steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Karthause für Feste und Feierlichkeiten zur Verfügung. Die Vermietung des Saales erfreut sich größter Beliebtheit. So erreichte die Auslastung des Saales im Jahre 2010 die 80 %-Marke. Anfragen und Belegungen erfolgen mittlerweile ein Jahr im voraus. Insgesamt 59 Vermietungen, neben dem festen Programm des Jugend- und Bürgerzentrums, fanden statt. Darunter viele private Familienfeste, Vereinsfeierlichkeiten, Fachtagungen und Fachveranstaltungen.
Das JuBüZ-Team steht auch im Jahre 2011 für eine kundenfreundliche, verlässliche und gute Abwicklung der Vermietungen.
Ein Blick nach vorn: Zusammenarbeit im Stadtteil
Die Arbeitsschwerpunkte 2011 des Teams vom Jugend- und Bürgerzentrums bestehenden in der Erhaltung und dem Ausbau der bewährten Freizeitangebote.
Es gibt bereits vielfältige Ideen zur Angebotsstruktur für alle Alterstufen.
In 2011 möchte das JuBüZ als Begegnungsstätte verstärkt den Dialog der Menschen im Stadtteil miteinander aufgreifen und somit auch einen Beitrag zur Bewältigung von Problemlagen leisten. Dieses ist nur möglich durch eine gute Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, Vereine, Verbände und Privatpersonen. Besonders der Hausbeirat des Jugend- und Bürgerzentrums, dem Vertreter des Fördervereins Jugendarbeit auf der Karthause, dem Ortsring Karthause, dem Seniorenbeirat der Stadt Koblenz, dem Beirat für Migration und Integration, dem Jugendrat und den Vertretern der ständigen jugendlichen und erwachsenen Besucherinnen und Besucher des Hauses angehören, stellt diese Zusammenarbeit sicher. Des Weiteren arbeitet das JuBüZ-Team eng mit der AWO Karthause, Atelier mobil e.V, Initiative Sicherheit in unserer Stadt, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Polizei und Ordnungsamt der Stadt Koblenz, Realschule auf der Karthause und vielen Privatpersonen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zusammen.
Ihnen allen gilt unser großer Dank für die gute Zusammenarbeit, ebenso wie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern des Jugend- und Bürgerzentrums.
Das JuBüZ-Team wünscht allen ein gutes Jahr 2011.
Riesiger Andrang beim Adventskränze basteln im JuBüZ. Auf Initiative der Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Erzählcafés und unter der Leitung des JuBüZ-Teams wurde dieses Jahr eine besondere Veranstaltung generationsübergreifend angeboten: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren waren herzlich zur gemeinsamen Gestaltung von Adventskränzen eingeladen. Die über 40 Besucher und Besucherinnen mischten sich aus mehreren Generationen und konnten durch vielseitige Materialien ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Veranstaltung stieß bei allen auf freudige Resonanz und brachte tolle Adventskränze hervor. Bilder von den Kränzen und der Veranstaltung finden Sie unter Home/Fotos auf unserer homepage.
Alle Generationen in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen ist dem JuBüZ-Team, dem Hausbeirat des JuBüZ und vielen Besucherinnen und Besuchern ein Anliegen. In vielen Gesprächen während der Angebote aber auch häufig zwischendurch im JuBüZ oder Stadtteil wird immer wieder festgestellt wie wichtig der Dialog ist, das Miteinander der Generationen. Viele ältere Menschen interessieren sich sehr für das Wohlergehen der nachfolgenden Generationen. Auch der Jugend ist es nicht gleichgültig was mit ihrer Oma oder ihrem Opa passiert. Es ist schön zu beobachten, wie sich mittlerweile Familienverbände im JuBüZ heimisch fühlen. Die Enkel im Offenen Treff oder beim Mädchentreff, bei der Teeniedisco, die Elterngeneration beim Elternfrühstück und die Großeltern im Spieletreff, Erzählcafé oder beim Stadtteilfrühstück. Häufig gibt es die Möglichkeit gemeinsam an Veranstaltungen teilzunehmen, sei es beim Stadteilfest, bei den JuBüZ-Kulturtagen, oder erst letztens beim Adventkranz basteln.
„Die Solidarität zwischen den Generationen stärken“ ist ein wichtiger Baustein im Aktionsplan der Landesregierung zur Politik für Seniorinnen und Senioren in Rheinland Pfalz. Dieser wurde in Auszügen kurz von Frau Ministerin Malu Dreyer den 1700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 6. Seniorenkongresses vorgestellt. Unter anderem gab es einen Workshop zu diesem Thema. Weitere Workshops mit den Titeln: „Alt werden in guter Nachbarschaft“, Mobil und Fit im Alter“, „ Gut und sicher leben im Alter“, Mitgestalten, Mitentscheiden-Ältere Menschen mittendrin“ und eine Medienwerkstatt luden zum mitdenken und mitdiskutieren ein. Die sieben Besucherinnen und Besucher des Erzählcafés in Begleitung von Dipl.-Soz-Päd. Birgit Korn verteilten sich auf die unterschiedlichen Angebote so dass eine Vielzahl von Anregungen und Ideen mit nach Hause gebracht wurden.